Qualität in der Kulturellen Bildung
Angesichts der Fülle an Angeboten Kultureller Bildung, stellt sich zunehmend die Frage nach ihrer Qualität. Mit ihrer jetzt gestarteten Studie initiiert die Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung (BKJ) eine umfassende Bestandsaufnahme zur Qualitätsentwicklung und –sicherung in der Kulturellen Bildung.
„Qualität in der Kulturellen Bildung“
BKJ-Studie zu Instrumenten der Qualitätsentwicklung und -sicherung gestartet
Remscheid, 28.04.2009. Sie ist allgegenwärtig: ob interkulturelles Training für Manager, ein Filmwettbewerb für Schüler/innen oder das Generationentheater. Kulturelle Bildung erlebt ihre Sternstunden. Und das verwundert wenig, ist ihre persönlichkeitsstärkende Wirkung unumstritten. Doch Masse macht noch keine Klasse! Angesichts der Fülle an Angeboten gilt es, verstärkt auch ihre Qualität und Nachhaltigkeit in den Blick zu nehmen. Mit der jetzt gestarteten einjährigen Studie initiiert die BKJ erstmals eine umfassende Bestandsaufnahme zur Qualitätsentwicklung und -sicherung in der Kulturellen Bildung.
„Eine staatlich geförderte Jugendkunstschule in Hamburg, ein privat initiiertes Literaturhaus in Frankfurt a. M., ein Verein, der Filmwerkstätten in München anbietet – die spartenspezifischen und gesetzlichen Rahmenbedingungen in der Kulturellen Bildung sind sehr unterschiedlich“, so die Bildungsreferentin der BKJ, Ulrike Münter. „Wir möchten mit der Studie vor allem allgemein gültige Kriterien zur Bewertung kultureller Bildungsangebote erfassen und sichtbar machen.“
Beispielhafte Qualitätsmanagementsysteme haben Mitgliedsverbände der BKJ bereits entwickelt, z. B. für Museen, Musikschulen oder zur Ausbildung von Theaterpädagogen/innen. Die Recherche bezieht wissenschaftliche Evaluationen ebenso mit ein wie Studien zur Wirkungsqualität.
Unter der Leitung der Sozialwissenschaftlerin Christiane Liebald trägt die BKJ bis Ende März 2010 Qualitätsstandards und -instrumente für Kulturelle Bildung zusammen und entwickelt dazu praxisbezogene Handlungsanleitungen.
Inhalte der BKJ-Studie sind:
>> Die systematische Bestandsaufnahme zum Stand der Qualitätssicherung in der Kulturellen Kinder- und Jugendbildung (Methoden der Selbst- und Fremdevaluation, Wirkungsstudien, Qualitätsmanagementsysteme etc.).
>> Die Entwicklung methodischer Leitfäden zur Qualitätssicherung für Träger der Kulturellen Bildung auf der Basis bereits angewandter professioneller Qualitätsmanagementsysteme.
>> Die Entwicklung einer Theorie zur „Qualität in der Kulturellen Bildung“ unter Berücksichtigung künstlerisch-ästhetischer, pädagogischer Qualität sowie der Wirkungsqualität, z. B. Verbesserung der Lebensqualität durch Kulturelle Bildung.
Fachkräfte und Einrichtungen der Kulturellen Bildung sind herzlich eingeladen, in den Austausch mit dem Projektteam der BKJ-Studie zu treten und studienrelevante Entwicklungen einzubringen!
pdf der Pressemitteilung:Qualität in der Kulturellen Bildung
Die Studie wird gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung.
Kontakt und weitere Informationen:
Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung e. V.
Ansprechpartnerin: Ulrike Münter, BKJ-Bildungsreferentin
Küppelstein 34, 42857 Remscheid
Fon: 02191.79 43 90, Fax: 02191.79 43 89
E-Mail: mailto:muenter@bkj.de, Web: http://www.bkj.de
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