Herbstklausur 2019

Reisen um…innezuhalten, zu reflektieren und sich weiter zu entwickeln

Für die diesjährige Herbstklausur haben sich eine sehr große Anzahl der Jugendkunstschulen und kulturpädagogischen Einrichtungen Bayerns auf eine weite Reise begeben um sich im fränkischen Voitsmannsdorf über Qualität, Leitbilder, den Jungendkunstschultag 2020 in Amberg u.v.m. auszutauschen, zu diskutieren und gemeinsam die weitere Reise zu planen. Denn vor allem Qualität ist kein Kurztrip, den man spontan im Alltag unternimmt, sondern eine lange anhaltende Reise.

Für diese Herbstklausur wurden zwei zusätzliche Reisebegleitungen eingeladen, zum einen Sybille Keupen (Leiterin der Bleiberger Fabrik in Aachen und Vorsitzende des bjke) und zum andern Wiebke Zetzsche (neue Mitarbeiterin der Geschäftsstelle des LJKE Bayern e.V.). Wiebke Zetzsche ist nun seit Oktober für die Ko­­ordination von kulturellen Bildungs­projekten zuständig.

Wiebke Zetzsche neue Mitarbeiterin in der Geschäftsstelle. © LJKE Bayern e.V.

Gestartet ist die Herbstklausur am 11. Oktober mit einer Bilderreise welche von Irene Fritz gestaltet und vorbereitet wurde. Sie gab den 23 Teilnehmenden einen Einblick in die Darstellung, Konzeption und historische Entwicklung von Raum in Kunst und Kultur.

Bildereise von Irene Fritz © LJKE Bayern e.V.

Der Samstag stand zunächst ganz im Zeichen der Qualitätsoffensive. Die Referentin Sybille Keupen gab weitreichende Einblicke in die Themen Leitbildentwicklung, Fortbildungen und Evaluationsmethoden. Sie stellte die Entwicklung und den Umgang mit Qualität in ihrer Einrichtung vor und gab den Teilnehmenden inspirierende Impulse, welche Bereiche in Jugendkunstschulen vom Qualitätsbegriff tangiert werden: „Qualitätssicherung ist die Möglichkeit, innezuhalten, zu reflektieren und sich weiter zu entwickeln“. Um die neu gewonnen Anregungen und das hervorragende (selbstgekochte) Essen gut zu verdauen war eine kleine Wanderung in der fränkischen Schweiz am Samstag Nachmittag Pflicht.

Sybille Keupen © LJKE Bayern e.V.

Im Anschluss daran ging die Reise hin zu einem neuen LJKE-Thema: frühkindliche ästhetische Bildung und deren Relevanz für die Jugendkunstschulen und kulturpädagogischen Einrichtungen wurde intensiv besprochen. Bevor der Abend in einem fränkischen Brauereigasthof endete, haben die Teilnehmenden lebhaft darüber diskutiert, was eine Mitgliedschaft im LJKE für sie bedeutet. Der Sonntag schloss mit der gemeinsamen Planung des Jugendkunstschultags in Amberg (15. und 16. Mai) ab. Unter dem Titel Frei-Raum Kunst entwickelten die Jugendkunstschul-VertreterInnen den Fachtag sowie die Ausstellung weiter. Neben inspirierenden Gespräche zu möglichen Kunstwerkideen und Projekten, stand vor allem die Partizipation und Mitgestaltungen der Kinder und Jugendlichen im Mittelpunkt. Wie sehen Kinder und Jugendliche die Welt? Welche Wünsche, Ängste sowie Bedürfnisse haben Kinder und Jugendliche? Diese Fragen werden nun die einzelnen Jugendkunstschulen und kulturpädagogischen Einrichtungen mit in den kreativen Schaffungsprozess der Kinder und Jugendlichen nehmen.

© LJKE Bayern e.V.

Die diesjährige Herbstklausur bot neben dem gemeinsamen Arbeiten an fachspezifischen Themen einmal mehr die Möglichkeit, sich mit andern JugendkunstschulvertreterInnen auszutauschen und neue Impulse zu sammeln.

Wir freuen uns nun auf viele kleine und große Reisen und sind gespannt auf die Reiseberichte bei der nächsten Herbstklausur vom 16. bis 18. Oktober 2020 im Kloster Frauenchiemsee.