Kinder und Jugendliche angesichts des Ukraine-Kriegs unterstützen

Krieg ist in Europa zurück. Wir stehen alle fassungslos vor der Tatsache des russischen Angriffskriegs, oder, wie man genauer sagen sollte, Putins Angriffskrieg, gegen den europäischen Nachbarstaat Ukraine. Medial allgegenwärtig sind die Bilder zerbombter ukrainischer Städte und in Kellern Zuflucht suchender ukrainischer Familien. Unsere Gefühle und Gespräche sind geprägt von Ungewissheit, Ratlosigkeit und Ohnmacht.

„Auch in Deutschland müssen junge Menschen mit verstörenden Bildern umgehen. Besonders auch bei Kindern und Jugendlichen, deren Familien aus der Ukraine oder aus Russland stammen, oder die in den letzten Jahren aus Krisengebieten zu uns gekommen sind, können diese Nachrichten zusätzlich Ängste wachrufen.

Die Träger Kultureller Bildung bieten Räume an, in denen junge Menschen ihre Ideen und Potenziale verwirklichen können, aber auch Orte, an denen sie mit ihren Sorgen ernstgenommen werden. Sie sind jetzt aufgerufen, auf diese Situation zu reagieren und Kindern und Jugendlichen in ihrer jeweiligen Situation Gesprächs- und Unterstützungsangebote zu machen. Sie können ihnen Wege aufzeigen, wie sie ihrer Position friedlich Gehör verschaffen und über kulturelle Unterschiede hinweg Gesellschaft mitgestalten können. Auch der Medienbildung kommt eine große Rolle zu, um sicher mit der Nachrichten- und Meinungsvielfalt umzugehen.“
(Quelle: bkj, 3.3.2022)

„Nachrichten sind durch digitale Formate sind für Kinder und Jugendliche jederzeit zugänglich und können auch bei ihnen angesichts der aktuellen Kriegsthemen große Ängste auslösen. Umso wichtiger ist es, diese Sorgen aufzufangen und junge Menschen beim Umgang mit auf sie einwirkenden Medien zu begleiten. Dabei gibt es eine Reihe von Angeboten, die Hilfestellung geben können.

Im Elternratgeber Flimmo finden Eltern entsprechende Tipps. Es gibt aber auch Unterstützungsangebote für Kinder und Jugendliche, die sich selbst informieren oder anonym ihre Sorgen mitteilen möchten: Besonders kindgerecht vermittelt werden Fragen und Antworten rund um den Krieg zwischen Russland und der Ukraine auf den Seiten fragfinn.de, blinde-kuh.de oder frieden-fragen.de.

Die Plattformen eignen sich auch als Anregung für Pädagog*innen, die das Thema in ihrer Arbeit mit jungen Menschen aufgreifen möchten und Tipps zur Aufbereitung suchen. Für alle kleinen und großen Sorgen bietet außerdem das Kinder- und Jugendtelefon mit der „Nummer gegen Kummer“ ein offenes Ohr.“
(Quelle: bkj, 9.3.2022)

Weitere altersgemäße Informationsangebote finden sich bei Der Sendung mit der Maus, ZDF logo! oder beim WDR Kinderradio KiRaKa.

Tipps, wie du mit schlimmen Nachrichten umgehen kannst

“Die aktuellen Nachrichten belasten viele. Der Krieg ist schrecklich und macht uns sehr betroffen. Wir haben ein paar Tipps gesammelt, wie du mit schlimmen Nachrichten umgehen kannst!

1. Mach eine Nachrichtenpause
Merkst du, dass es dir mit den Nachrichten nicht gut geht? Dann mach eine Pause. Versuch dich abzulenken und mach etwas, das dir Spaß macht. Singen, Sport und frische Luft tun gut!

2. Schau Nachrichten nicht alleine
Wenn dich Nachrichten beunruhigen, dann schau sie lieber in Begleitung. Da kannst du auch Fragen stellen, wenn du etwas nicht verstehst.

3. Sprich mit anderen über deine Sorgen
Deine Eltern, Lehrer:innen oder Klassenkamerad:innen beschäftigen sich zur Zeit mit den selben Sorgen wie du. Sprich sie an, du bist mit deinen Fragen nicht allein und vielleicht könnt ihr euch auch gemeinsam auf die Suche nach einer Antwort machen. 🔍

4. Nummer gegen Kummer
Möchtest du mit jemand anderem über deine Sorgen sprechen? Dann kannst du bei der “Nummer gegen Kummer” anrufen. Anrufen ist kostenlos und du musst nicht deinen Namen sagen! Telefonnummer: 116 111 ☎️

5. Aktiv werden
Manchmal hilft es in solchen Momenten, selbst aktiv zu werden und zu helfen. Wenn du etwas tun möchtest, frag doch deine Eltern, ob ihr gemeinsam auf eine Demonstration für den Frieden gehen wollt. Dort könntest du ein Zeichen setzen, dass du gegen den Krieg bist! 🪧🤨✌️ Du kannst auch etwas für die Menschen in der Ukraine spenden. Es wird nicht nur Geld benötigt, sondern zum Beispiel auch warme Kleidung für die Menschen auf der Flucht. 🧥🧣🥾 Die “Münchner Freiwilligen” organisieren Spendensammlungen und Hilfsaktionen: www.muenchner-freiwillige.de/ukraine”

(Quelle: MÜKit! Die App der Münchner Kinderzeitung)

Freiwilligen-Netzwerke und Plattformen für bürgerschaftliches Engagement gibt es auch in unzähligen weiteren Kommunen.