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Projektförderung zeigt erste Wirkungen

Seit Mai 2020 erhalten 15 bayerische Jugendkunstschulen vom Freistaat Bayern eine „Projektförderung zur Stärkung des Programmangebots“. Ziel der Förderung ist, die Professionalität, Qualität und Kontinuität kultureller Bildungsarbeit in und durch Jugendkunstschulen weiter zu entwickeln und zu sichern. Die ersten Ergebnisse und Effekte der 112.400 € starken Förderung zeigen sich bereits in der Programmgestaltung der Jugendkunstschulen. Hier stellen wir nach und nach vor, was die Einrichtungen mit der Förderung bewirk(t)en. Heute: querKUNST Kaufbeuren e.V.

Das noch junge LJKE-Mitglied querKUNST Kaufbeuren im Allgäu hat in den letzten beiden Jahren Vieles unternommen, um sich zu institutionalisieren und die Standards für Jugendkunstschulen und kulturpädagogische Einrichtungen zu erfüllen: ein Verein wurde gegründet und neue, ausgeweitete Räumlichkeiten wurden gefunden. Da die Jugendkunstschule trotz ihrer kleinen Größe die lokale Bildungslandschaft in Kaufbeuren eindrucksvoll bereichert, ist sie prädestiniert für die Projektförderung.

Filmszenen unter Einhaltung von Hygienevorschriften

„Dank der Förderung konnten wir unser Programm ausweiten, unseren Raum noch besser auslasten, neue DozentInnen finden und mehr Projekte konzipieren“ freut sich die Vorsitzende Tatjana Nocker. Bis 2019 wurde die Einrichtung rein ehrenamtlich verwaltet – das war bei der steigenden Zahl an Kooperationen, zu verwaltenden Projektförderungen und Kursangeboten aber nicht mehr möglich, die ehrenamtliche Unterstützung drohte durch Überlastung dem Verein wegzubrechen. Durch die Projektförderung kann nun ein kleines Honorar gezahlt werden, wodurch das Angebot gehalten und sogar ausgebaut werden konnte.

Zu den neuen Programminhalten in Kaufbeuren gehört auch die Medienwerkstatt, in der Kinder und Jugendliche sich mit Fotografie, Film, Tontechnik, Licht, digitaler Kunst und Mechanik beschäftigen. Sie experimentieren mit Green Screen Technik, Stop Motion Film, Trick- und Realfilm, schreiben Drehbücher, skizzieren Storyboards und bauen Toninstallationen. Ein besserer Zugang zu digitalen Medien ist kaum vorstellbar.

Eindrücke aus der Medienwerkstatt bei querKUNST Kaufbeuren e.V.

Durch die Ausweitung des Programms kamen darüber hinaus neue Kooperationen zustande, so fragte beispielsweise eine Grund- und Mittelschule einen Filmworkshop an.

Es geht voran in Kaufbeuren und die engagierten KünstlerInnen hoffen sehr, dass es die Projektförderung auf Landesebene auch weiterhin gibt. „Wichtig wäre nun, auch langfristig planen zu können. Ideen haben wir genug, um sie umzusetzen braucht es aber eine finanzielle Stabilität durch eine gemeinsame Förderung von Land und Kommune“ fasst Tatjana Nocker zusammen.