Landesförderung: Teil 2

Baukultur in der Kunstschule im KKE e.V. Diedorf

Jede Woche stellen wir hier vor, was die Projektförderung des Freistaats Bayern in den Jugendkunstschulen bewirkt. Diese Woche schauen wir in die Jugendkunstschule des KKE e. V. in Diedorf, wo dank der Förderung ein ganz besonderes, baukulturelles Projekt verwirklicht wird, in dem unterschiedliche Gruppen aus GrundschülerInnen, Montessori-CampusschülerInnen, Azubis und Mädchengruppen eingebunden sind. Das gemeinsame Ziel, aus einem alten Bauwagen einen  Atelier-Kunstschulwagen entstehen zu lassen, haben sie fest im Auge.

Die Diedorfer Kunstschule will einen mobilen Ort schaffen, an dem sich Fantasie und Handwerk treffen, entfalten und ergänzen können. Die beteiligten Kinder und Jugendlichen planen und bauen ihren Freiraum unter der Fragestellung: „In welcher Raumatmosphäre kann sich Kreativität entfalten“?

Das KKE-Team freut vor allem zwei Dinge:  Zum einen, dass an dem Projekt Menschen unterschiedlicher Altersgruppen mitwirken. Zum anderen, dass dank der Landesförderung kostenfrei zum Denken und Handeln eingeladen werden kann und damit auch ein neues Klientel angesprochen wird

Besonders hervorzuheben ist, dass kreative Fachleute für das Projekt gefunden werden konnten: Ein Schreinermeister und ein Zimmermannsgeselle arbeiten nun in der Kunstschule mit und geben den Teilnehmenden Einblicke in ihre Bautechniken. Diese Expertise ist unentbehrlich, doch die wahren Profis des Projekts sind die beteiligten Kinder und Jugendlichen. Denn sie entscheiden unter Begleitung der KunstschuldozentInnen, wie der Raum letztendlich aussehen soll. “Ein anregender multifunktionaler Raum, mit einer natürlichen Beleuchtung abgeleitet von alten Künstlerstudios, der gemeinschaftlich genutzt werden kann. Anregend und inspirierend, in dem wenige, aber dafür gut durchdachte Dinge stehen, die für das kreative Arbeiten nützlich sind“, so Bernhard Schmid, Mitarbeiter des KKE e. V. .

In dem Projekt wird neben konstruktiven, planerischen und handwerklichen Fähigkeiten auch Ökologie und Teamgeist gefördert. Die Kunstschule arbeitet nachhaltig und verwendet vorwiegend recycelte oder natürliche Materialien. So erhalten die Teilnehmenden Einblicke, Wissen und Fertigkeiten, die in der Schule häufig zu kurz kommen, jedoch in ihrem späteren Leben immer wieder von großer Relevanz sein werden.

Nach der planerischen und vorbereitenden Phase, wurden nun in zwei Intensiv-Wochenworkshops in der ersten Bauphase mit Rahmenbau und Dachkonstruktion begonnen.

Aktuell mussten pandemiebedingt die Werkstatttage ausgesetzt werden. Die Kinder und Jugendlichen hoffen jedoch sehr, dass Ihr Projekt weitergeführt werden kann.