Kooperation
JuKu-Mobil Fichtelgebirge & Hofer Land

und Mittelschule Bayerisches Vogtland Feilitzsch

Ort: Feilitzsch

Teilnehmende: 32 Schüler:innen

Juku-Mobil ist die erste und immer noch einzige mobile Jugendkunstschule in Bayern und setzt sich dafür ein, kulturelle Bildung wohnortnah, zugangsoffen und niedrigschwellig zu verwirklichen. Im Rahmen von pARTnerinnen kooperierte die Einrichtung mit acht Mittelschulen aus dem ländlichen Raum und mit freien Künstler:innen aus der Region. Im Zusammenspiel mit den Wünschen der Teilnehmenden und den Voraussetzungen vor Ort erprobten sie unterschiedliche Techniken und Materialien und ließen große und sichtbare Kunstwerke entstehen. Zu Beginn fanden jeweils Einführungsworkshops statt, in denen Bedarfe der Schule geklärt und Möglichkeiten und passende künstlerische Ausdrucksformen erörtert wurden.

In Feilitzsch entstanden zusammen mit der Künstlerin Zisa Fröhlich an sieben Projekttagen große Figuren aus Pappmaché. Nachdem die Schüler:innen ihre Ideen und Skizzen auf das Papier gebracht hatten, wurde der Umgang mit den Materialien und Werkzeugen (Holz, Nägel, Draht, Bohrer, Schrauber, Säge, Pappmaché) erprobt und gemeinsam Skulpturen modelliert. Die Figuren sollten einen Bezug zu der eigenen Schulzeit haben und eine große Schulfamilie darstellen, so entstanden z.B. ein Pferd mit Flügeln und auch ein Superman, die laut der Schüler:innen, beide eine unterstützende und inspirierende Schulzeit symbolisieren, die Wissen und Fähigkeiten für die Zukunft vermittelt. Die Skulpturen, die an Nana Figuren erinnern, sollen dagegen Halt im schwierigen Schulalltag geben und auch die Figur mit Klappmaul und technischem Kopf stellt einen Roboter dar, der stets funktionieren und Leistung bringen muss. Die Kinder und Jugendlichen drückten durch ihre Kunst ihre persönliche Lebenswelten und Meinungen aus und bekamen durch pARTnerinnen dafür eine sichtbare Plattform.

Die Kooperation zwischen JuKu-Mobil und der Mittelschule Bayerisches Vogtland in Feilitzsch ermöglichte eine breite kulturelle Teilhabe, eine zeitgemäße Auseinandersetzung junger Menschen mit sich und ihren Lebensräumen durch künstlerische Eigenproduktionen und eine Vernetzung von Akteur:innen kultureller Bildung vor Ort.

Die Plastik ist durch das Anmalen ganz anders geworden als ich es geplant hatte. Aber die Message kommt jetzt noch viel krasser rüber: Auch wenn das Universum in Form von Schule riesig ist und manchmal bedrohlich erscheint und man sich oft klitzeklein fühlt, kann man als einzelner Mensch doch viel Licht verbreiten. Das sollte man sich öfter vor Augen halten und sich nicht unterkriegen lassen.