Jugendkunstschultag 2020

Der 6. bayerische Jugendkunstschultag wird 2021 am Samstag, den 8. Mai in Amberg stattfinden. Die dazu gehörige Ausstellung “Frei-Raum Kunst” eröffnen wir im Rahmen der Vernissage am Freitag, den 7. Mai 2021.

“Frei-Raum Kunst” –
6. Bayerischer Jugendkunstschultag

Fachtag am 16. Mai 2020

Das Motto des Fachtags lautet „Frei-Raum Kunst”. In welchen Räumen – städtisch oder ländlich, gebaut oder virtuell – entfalten sich Jugendkunstschulen? Was sind die spezifischen Qualitäten kulturpädagogischer Einrichtungen als Freiraum, Sozialraum, Experimentalraum…? Mit welchen Herausforderungen sind Jugendkunstschulen und andere Orte kultureller Bildung in Bayern aktuell konfrontiert?

Der landesweite Jugendkunstschultag ist eine besondere Gelegenheit, um sich mit Kunst- und KulturpädagogInnen sowie mit FachvertreterInnen der kulturellen Bildung und außerschulischen Kulturarbeit aus den Bereichen Jugendhilfe, Schule, Wissenschaft und Politik auszutauschen und zu vernetzen.

Tagungsort: Dr.-Johanna-Decker-Schulen Amberg

Anmeldung: https://form.jotform.com/LJKE/frei-raum-kunst

ReferentInnen

Prof. Dr. Vanessa-Isabelle Reinwand-Weiss

IMPULS: Freiraum gestalten – Freiraum erhalten

Vanesssa Reinwand, BA Wolfenbüttel, 10.06.2014

Prof. Dr. Vanessa-Isabelle Reinwand-Weiss studierte Pädagogik, Theater- und Medienwissenschaften, Italoromanistik und Philosophie in Erlangen und Bologna und schloss 2007 mit einer Arbeit zu Bildungs- und Lernprozessen im Theaterspiel ihre Promotion an der Universität Erlangen-Nürnberg ab. Anschließend leitete sie als Postdoktorandin eine Studie zur frühkindlichen Bildung an der Universität Fribourg (Schweiz). Nach einer Juniorprofessur Kulturelle Bildung am Institut für Kulturpolitik der Universität Hildesheim ist sie seit 2012 Direktorin der Bundesakademie für Kulturelle Bildung Wolfenbüttel und lehrt als Professorin für Kulturelle Bildung weiterhin in Hildesheim. Vanessa-Isabelle Reinwand-Weiss ist in zahlreichen Gremien und Jurys Kultureller Bildung aktiv, so ist sie z.B. Gründungsmitglied des bundesweiten Netzwerkes Forschung Kulturelle Bildung und im Rat für Kulturelle Bildung.

Johannes Stüttgen

PÄDAGOGISCHER FREI-RAUM: Soziale Plastik

Johannes Stüttgen

Johannes Stüttgen * 1945, Düsseldorf
Freie Forschungs- und Lehrtätigkeit auf der Grundlage des von Joseph Beuys ermittelten erweiterten Kunstbegriffs. Mitbegründer und Gesellschafter des Unternehmens OMNIBUS für Direkte Demokratie in Deutschland gGmbH und der Aktion BAUMKREUZ an der ehemaligen deutsch-deutschen Grenze in Thüringen
Ziel: die Neubestimmung der Grundlagen einer menschengemäßen Gesellschafts- und Wirtschaftsordnung.
Für seine Arbeit an der „Sozialen Skulptur“ wurde ihm 2004 die “Honorary Fellowship” der Brooks University Oxford und 2019 der „Social Sculpture Award „ verliehen.

Stephanie Reiterer

ANALOGER FREI-RAUM: Frei-Räume als Möglichkeitsraum

Stephanie Reiterer

Stephanie Reiterer arbeitet als freie Innenarchitektin, Baukulturvermittlerin und Kulturschaffende. In ihren Projekten bewegt sie sich an der Schnittstelle zwischen Architektur, Kunst und Kultur, Beteiligung, Partizipation und Bildung. Als Mitglied im Vorstand des Vereins Architektur und Schule Landesarbeitsgemeinschaft Bayern e.V. engagiert sie sich mit unterschiedlichsten Formaten seit vielen Jahren für die Baukulturelle Bildung. Sie initiiert Fortbildungen für Lehrkräfte, landesweite Wettbewerbe zur Architektur, Unterrichtsmodule sowie Projekte mit Schüler*innen. Sie ist Mitglied im Deutschen Nationalkomitees für Denkmalschutz und leitet dort die Arbeitsgruppe Denkmalvermittlung, zum ist sie Lehrende an der Universität Regensburg am Institut für Bildende Kunst und Ästhetische Erziehung. Im Rahmen von Netzwerktreffen, Tagungen, Veröffentlichungen und der eigenen Forschung bringt sie sich seit Jahren in den Diskurs um die Vermittlung von Baukultur und Kulturerbe ein. Unter dem Label “bauwärts – Stadt Raum Bildung Kultur” arbeitet Stephanie Reiterer mit ihrem Kollegen Jan Weber-Ebnet und ihrem Team im Auftrag von Kommunen und Ministerien, Stiftungen, Bildungs- und Kultureinrichtungen.

Lennart Peters

ANALOGER FREI-RAUM: Holoraum – beam deine Räume in die Welt

Lennart Peters

Lennart Peters ist ein Allrounder der neuen Medien mit Schwerpunkt auf filmischem Erzählen. Erfahrung habt er als selbstständiger Filmemacher, Startup Gründer, Game Designer und Medienpädagoge. In seinen Workshops vermittelt er Grundlagen in Dramaturgie, Storytelling und technischem Verständnis.

Christoph Deeg

DIGITALER FREI-RAUM: Mehr als Tablets – hin zu einer digitalen Grundhaltung

Christoph Deeg (Foto: Kornelia Köster)

Christoph Deeg beschreibt sich selbst als „Gestalter des digital-analogen Lebensraums“. Er ist Berater und Speaker für die Bereiche Digitale Transformation, Gamification und Playful Participation. In diesem Zusammenhang berät und begleitet er national und international tätige Unternehmen und Organisationen bei der Entwicklung umfassender digital-analoger Gesamtstrategien sowie dem strategischen Einsatz von Gamification beispielsweise im Kontext digitaler Transformationsprozesse, der Stadtentwicklung oder der Entwicklung digital-analoger Kulturstrategien. Ein weiterer Fokus seiner Arbeit liegt der Entwicklung von Partizipationsprozessen mittels analoger und digitaler Spiele bzw. Spielmodellen. Grundgedanke seiner Arbeit ist die Idee, dass es beim Thema Digitalisierung im Kern nicht um Technologien, sondern um Menschen mit ihren individuellen digital-analogen Lebensrealitäten geht.Der studierte Jazz-Musiker, Barbecue-Fan und Vinyl-Sammler sieht sich selbst als digital-analoger Grenzgänger zwischen Kultur, Wirtschaft und Bildung und versucht die Erkenntnisse aus der Arbeit in einem Feld in die jeweils anderen zu übertragen.

Das ausführliche Programm wird hier ab Anfang 2020 zu finden sein.

Ausstellung bis 6. Juni mit Vernissage am 15. Mai 2020

An die 90 Exponate und Workshops im Innenstadtring, 900 Wimpel, Kurzfilmvorführungen in stillgelegtem Kino, Performances im öffentlichen Raum – die Ausstellung des sechsten bayerischen Jugendkunstschultags denkt groß. Die Vernissage der Ausstellung der bayerischen Jugendkunstschulen wird am 15. Mai 2020 ab 16 Uhr in den Räumen der Alten Feuerwache Amberg starten und anschließend durch den öffentlichen Raum bis zum Abschluss im Ringtheater führen. Die Ausstellung wird anschließend drei Wochen lang bis zum 6. Juni in der Alten Feuerwache sowie im öffentlichen Raum in Amberg zu sehen sein.

Die Ausstellung „Frei-Raum Kunst“ in Amberg eröffnet den bayerischen Kinder- und Jugendkunstschulen sowie Kulturpädagogischen Einrichtungen die Möglichkeit, Beispiele ihres Schaffens und Wirkens einer größeren Öffentlichkeit zu präsentieren. Gleichzeitig erweitern die Kunstwerke und Aktionen an zwei etablierten Ausstellungsorten und im öffentlichen Raum das Wirklichkeitsbild und die Vorstellungswelt der Bevölkerung.

Das besondere Augenmerk liegt darauf, dass sich Kinder und Jugendliche aktiv und einflussreich in der (Stadt-)Gesellschaft erleben und ihrer Sicht auf die Welt, ihren Wünschen, Ängsten, Bedürfnissen und Forderungen ein angemessen großer Raum gegeben wird. Es geht
also darum, gesellschaftliche Teilhabe einzufordern und die Menschen
mit Gestaltungs- und Denkweisen zu überraschen.

Förderer

Wir danken den Förderern und Partnern des 6. Bayerischen Jugendkunstschultags:

Stadt Amberg

Impressionen vom Jugendkunstschultag 2017 in Rosenheim:

Einen Bericht über den Jugendkunstschultag 2017 gibt es hier.