Unser kulturpädagogischer Alltag ist strukturiert von Kick-Off-Veranstaltungen und Abschlussausstellungen und legt unsere projektbasierte Arbeitsweise offen. Im Rahmen der diesjährigen Wurzelbehandlung im November und Dezember wird es daher in vielschichtiger inhaltlicher Ausgestaltung um differenzierte Aspekte von Anfang und Ende gehen.
„Hallo Stopp und Hallo weitermachen“ lautet eine Zeile aus dem 2013 erschienenen Song „Der Anfang ist nah“ von Käptn Peng, der Zusammenhang, Wechselwirkung und Veränderungsprozesse auf irritierend-philosophische Art und Weise in den Blick nimmt. Unser kulturpädagogischer Alltag ist strukturiert von Kick-Off-Veranstaltungen und Abschlussausstellungen undlegt unsere projektbasierte Arbeitsweise offen.
Im Rahmen der diesjährigen WurzelbehandlungQ wird es daher in vielschichtiger inhaltlicher Ausgestaltung um differenzierte Aspekte von Anfang und Ende gehen. Den Startschuss gibt das alte Handwerk: steht es vor dem Ende
oder ist es die unverzichtbare Grundlage für neue technologische Verfahren? Weiter geht es mit der Veredelung als einen symbolträchtigen letzten Arbeitsschritt sowohl in der historischen Vergangenheit als auch in der aktuellen kulturpädagogischen Praxis. Anschließend eruieren wir, wie wir über die Frage „Wann ist ein Kunstwerk fertig?“ mit Kindern und Jugendlichen ins Philosophieren kommen. Im Abschluss-Workshop geht es um die Idee der gewaltfreien Kommunikation und inwiefern diese eine Lösung sein kann, wenn man mit seiner Kommunikation am Ende ist.
Wir freuen uns unter anderem auf:
Anmeldung bis 11.11.2024
ANMELDUNG
Es besteht die Möglichkeit, einzelne Workshops der Reihe zu besuchen.
* Die Online-Workshops sind kostenfrei, da sie vom Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus gefördert werden.
** 39 € für LJKE-Mitglieder, 59 € für Externe, 49 € Sozialtarif (Begründung per Mail)
Kursgebühr ohne Übernachtung, Abendessen am Freitag und Anreise, inkl. Mittagessen, Kaffee und Snacks. Die Teilnehmendenzahl ist auf 25 Personen begrenzt.
Mittwoch, 13. November 2024 / 18:00 bis 20:00Uhr* (digital)
Im Handwerk vereinen sich Materialkenntnis, menschliche Geschicklichkeit und Sorgfalt. Das Wissen über verschiedene Bearbeitungstechniken, spezielle Werkzeuge, kulturell gewachsene Formenvielfalt und die Eigenschaften des verwendeten Werkstoffs wird über Generationen weitergegeben und verfeinert,
geht in die Tiefe und braucht Zeit, es zu erlernen. Wir erhalten Einblick in das Arbeitsfeld und die pädagogischen Zielsetzungen einer handwerklichen Berufsfachschule. Außerdem gehen wir den Fragen nach, inwiefern das Wissen
um die Traditionen alten Handwerks die Voraussetzung bildet für anspruchsvolle Digitaldrucktechniken und wie künstliche Intelligenz und virtuelle Realität als Methoden im Handwerk sinnvoll zum Einsatz kommen können.
Rochus Sebold
Der Schreinermeister Rochus Sebold ist langjährig selbstständig und spezialisiert auf die Verarbeitung von Massivholz, mit besonderem Fokus auf Treppenbau und Orgelgehäusebau. Als Schulleiter der Berufsfachschule für Holzschnitzerei und Schreinerei des Landkreises Berchtesgadener Land ermöglicht er Schüler:innen eine dreijährige Vollzeitausbildung zur/zum Holzbildhauer:in oder zur/zum Schreiner:in.
KLECKS, Schule der Phantasie Wolfratshausen
Freitag, 22. November 2024** 16:00 bis 19:00 Uhr
Samstag, 23. November 2024** 10:00 bis 16:00 Uhr
Das Vergolden, also das Überziehen von Gegenständen mit Blattgold, war schon in der Antike in sehr vielen Kulturen bekannt. Vorallem diente es kulturellen und religiösen Zwecken, wurde aber auch genutzt, um weltliche Macht zu demonstrieren. Auch die bildende Kunst setzt die Vergoldung als Gestaltungs-mittel ein. Aber was fasziniert noch heute an diesem Material? Was macht seinen Wert aus? Und wie verändert sich dieser, wenn man erfährt, dass
es sich nicht um echtes Gold handelt?
Weitere traditionelle Gestaltungstechniken wie das Nachahmen von Stein-strukturen oder von Holzmaserung ermöglichen im Gegensatz zur Vergoldung durchaus Spielraum für eine eigene „Handschrit“. Neben einem Einblick in die Oberflächenbearbeitung wird es bei dem Workshop um die Anwendungs-möglichkeiten dieser Techniken mit Kindern und Jugendlichen gehen.
Claudia Weber
Claudia Weber absolvierte eine Ausbildung zur Kirchenmalerin und studierte anschließend an der Akademie der Bildenden Künste München. Heute ist sie freiberuflich als Kirchenmalerin und Künstlerin tätig und leitet zudem Kurse an der Schule der Phantasie in Traunstein.
Montag, 2. Dezember 2024 // 18:00 bis 20:00Uhr* (digital)
Philosophische Fragen und damit die Auseinandersetzung mit der eigenen Lebens- und Erfahrungswelt beschätigen die Menschen seit Jahrhunderten. Auch und gerade Kinder haben Fragen, die insbesondere in unseren kulturellen Bildungsangeboten aukommen, in denen es viele Freiräume und Austausch-möglichkeiten gibt. Diese Fragen bieten geeignete Anlässe zum Philosophieren mit Kindern, die darüber wiederum Wissen, Moralvorstellungen und Weltbilder selbst bilden bzw. hinterfragen. Ausgehend von der Frage „Wann ist ein Kunst-werk fertig?“ erfahren wir in diesem Workshops Methoden, um mit Kindern und Jugendlichen altersgerecht ins Philosophieren zu kommen. Neben praktischen Aspekten der Gesprächsführung wird es auch um Modelle und Werkzeuge gehen, um das eigene Selbstverständnis und das eigene pädagogische Handeln zureflektieren und zu klären.
Sinan von Stietencron
Sinan von Stietencron ist leitender Kurator für den Bereich Natur der Stiftung Kunst und Natur. Er studierte in München Kunst, Erziehungswissenschaften und Philosophie und bildete sich in Ethnologie, indigenen Kulturtechniken und Kommunikationspsychologie weiter. Vor seiner Tätigkeit für die Stiftung arbeitete er etwa zehn Jahre als freiberuflicher Künstler, Philosoph und Erwachsenenbildner.
Montag, 9. Dezember 2024 // 18:00 bis 20:00Uhr* (digital)
Als Dozent:innen einer Jugendkunstschule stehen wir vor vielen kommunikativen Herausforderungen. Wir möchten Kinder und Jugendliche in ihrer künstlerischen Entwicklung begleiten und unterstützen. Zugleich sorgen wir für einen klaren Rahmen, um kreative Prozesse zu ermöglichen. Dies bedeutet auch manchmal, Grenzen zu setzen.
Wie gehen wir mit diesen Herausforderungen um? Antworten auf diese Frage bietet das Konzept der „Gewaltfreien Kommunikation“. Gemäß dem Leitsatz „Vor-würfe sind ungünstig formulierte Bitten“ lernen wir, hinter herausforderndem Verhalten und kindlich-unverblümten Worten die eigentlichen Bedürfnisse der jungen Künstler:innen zu hören. Wir bekommen konkretes Handwerkszeug, em-pathisch auf Kinder und Jugendlichen einzugehen und uns selber klar und „sozialverträglich“ auszudrücken.
Dr. med. Stephanie Schnichels
Stephanie Schnichels ist Kommunikationstrainerin und begeistert von der Methode der Gewaltfreien Kommunikation. Als Ärztin mit Schwerpunkt Kinderheilkunde weiß sie um die Bedeutung eines spielerischen und zugleich klaren Umgangs mit Kindern und Jugendlichen. Zudem findet Sie als Kunstschaffende Freude im handwerklich-künstlerischen Entstehungsprozess.
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